Zorbau - Nellschütz

Das gesellschaftliche Leben in Nellschütz wird zum großen Teil von der SFG Nellschütz getragen

Mit dem traditionellen Eierbetteln und dem Maienstecken ist das Pfingstfest in Nellschütz wieder auferstanden. 1990 noch vor der Gaststätte Hagendorf und ab 1991 auf dem Nellschützer Sportplatz im vereinseigenem Festzelt.
Da die SFG mit 76 Mitgliedern über viele zuverlässige Helfer verfügt, hat sich Pfingsten zum großen Festwochenende entwickelt.
Mit Schaustellern, Ponyreiten, Springburg und sportlichen Familienwettkämpfen wird dabei allen Altersgruppen eine angenehme Unterhaltung geboten. Der Kuchenbasar, die abendlichen Tanz- und Discoveranstaltungen sowie der Mühlentaglauf am Pfingstmontag geben den Feierlichkeiten noch die besondere Umrahmung.

Weitere Veranstaltungen der SFG-Nellschütz

  • jährliche Faschingsveranstaltung im Sportlerheim mit zum Teil über 25 Kindern aus der Umgebung.
  • Weihnachtsfeier für alle älteren Nellschützer und natürlich dem gesamten Verein im Sportlerheim
  • Orgelkonzert zum 1. Advent in der Nellschützer Kirche, wobei das Vereinsmitglied Betram Adler (Hohenmölsen) aus der ältesten bespielbaren Orgel der Umgebung die schönsten musikalischen Werke hervorzaubert.

Zur Geschichte des Ortes

Im Zinsregister des Weißenfelser Klarenklosters wird um 1300 zum ersten Mal der Ort Nysestitz erwähnt. Die heutige Schreibweise setzt sich ab 1750 durch. In der Mundart wird der Ort als „Neltsch“ bezeichnet.

Der Name des Ortes wird auf das altsorbische neldelk zurückgeführt, was sich  mit „Gemeingut, gemeinschaftliche Wirtschaft“ übersetzen lässt.

Nellschütz war in kirchlicher Zuordnung vor der Reformation ein Filial von Treben und dann von Gerstewitz. Zur Absicherung der Gottesdienste wurde am 19. April 1605 zwischen der Gemeinde Nellschütz und dem Gerstewitzer Pfarrer ein Vertrag geschlossen, wonach jeden Sonntag auch in Nellschütz gepredigt werden sollte.

Im Jahre 1796 standen in Nellschütz einschließlich der Kirche 28 Häuser. 1840 zählte der Ort dann 27 Häuser mit 120 Einwohnern. Um 1900 wohnten im Dorf 360 und 1933 389 Einwohner. Die Patronats- und Inspektionsrechte waren analog zur Mutterkirche in Gerstewitz geregelt.

Im Jahre 1632 – Zeit des Dreijährigen Krieges – kamen plündernde Soldaten durch den Ort und es wurden der silberne Kelch, das Taufbecken und Ähnliches aus der Kirche geraubt.

(nach Riemer und Riemer-Ranscht)

Nellschütz
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