Zorbau - Zorbau in den 1930ern

Auch wenn nach neuerer Forschung der Name Zorbau angeblich von „Berg“ stammen soll, sucht man doch in Zorbau Berge vergeblich. Nur alteingesessene Zorbauer kennen „Kochs“ Berg, der früher im Winter eine beliebte Rodelbahn für die Zorbauer Kinder war – die letzten Jahre immer seltener genutzt wird.
 
Allerdings ist dieser Berg keine natürliche Erscheinung, der zum Namen unseres Ortes beigetragen haben könnte, sondern die Abraumhalde des ehemaligen Tagebaues. Allerdings dürfte diese Halde ursprünglich weitaus größer gewesen sein, als das heute noch erkennbar ist. Die folgenden Fotos zeigen, wie der Abraum per Grubenbahn abtransportiert wurde und für die Trasse der „Neuen“ Straße von Zorbau nach Gerstewitz benutzt wurde.
 
Bau der neuen Strasse
Abtransport des Tagebauabraumes zum Bau der neuen Straße
 
 
Bau der neuen Strasse
Abtransport des Tagebauabraumes zum Bau der neuen Straße
 
Das nächste Foto zeigt einen Wagen eines Festumzuges. Hier haben sich Zorbauer als Sorben verkleidet. Unter dem Motto „Zorbau vor 1300 Jahren – Zorbau Sorbenau“ fahren sie als Sorben verkleidet beim Umzug mit und leiten den Namen unseres Ortes wohl vom tatsächlichen Ursprung ab – einer sorbischen Siedlung, der "Sorbenaue".
 
Die damalige Weißenfelser Straße auf der sich der Umzug gerade bewegt musste nach der Zwangseingemeindung der Ortes umbenannt werden und trägt heute den Namen Sorbenaue.
 
Festumzug - Sorbenaue
Festumzug - Zorbau vor 1300 Jahren
 
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