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Jahrelang lehnte man sich in Weißenfels zurück, wenn es darum ging die Beziehungen mit den Nachbarn zu pflegen oder die eigenen Standortfaktoren wirtschaftsfreundlicher zu gestalten, lebte man doch in der Gewissheit durch die Gemeindegebietsreform würden sich viele Probleme von selbst lösen. Schließlich machte das Land Sachsen-Anhalt der Stadt Hoffnungen, ihr die Gemeinde Zorbau inklusive erschlossenem Gewerbegebiet mal einfach so zu zuschustern.
Kurzerhand hat sich das Land nun umentschieden und Zorbau soll nach Lützen. Die Innenstadt von Gewerbe und Industrie befreit und die Firmen in die Randgebiete vertrieben steht Weißenfels nun vor einem Problem - man braucht Gewerbeflächen. Diese will sich Oberbürgermeister Risch nun von Zorbau holen. Dazu forderte er kürzlich eine positive Stellungsnahme vom Burgenlandkreis. In seiner Begründung schiebt Risch die ins Stocken geradenen Verhandlungen für das Gewerbegebiet "Weißenfelser Region" vor. Seine Behauptung: Zorbau fordere eine 100%ige Kostenübernahme von der Stadt ist schlichtweg falsch - das können Beschlüsse des Gemeinderates beweisen.
Die Gemeinde Zorbau hat sich stets zum Interkommunalen Gewerbegebiet bekannt. Risch will mit seinen Forderungen nun Zorbau für die Untätigkeit und das Versagen der Stadt Weißenfels büsen lassen.
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