Wie auf den folgenden Fotos zu sehen ist, ist die Montage der Anlagen schon weit fortgeschritten, so dass die AVS Zorbau im Frühjahr des nächsten Jahres wie geplant in Betrieb gehen kann.
Nach wie vor ist der Bau der Abfallverwertungsanlage in Zorbau eine der größten Baustellen in der Umgebung. Bis zur Fertigstellung im Juni des nächsten Jahres werden ca. 110 Millionen Euro verbaut wurden sein. Wie der Bauleiter des Generalunternehmers Von Roll, Herr Lahmer, berichtete, sind permanent ca. 200 Arbeiter auf der Baustelle tätig, in Spitzenzeiten können es auch bis zu 250 sein. Dabei wurde viel Wert darauf gelegt soweit es möglich ist Firmen aus der Region zu beschäftigten. So wurden die Aufträge für die Bauarbeiten weitestgehend an die Naumburger Baugesellschaft und die Naumburger Bauunion vergeben und mit der R + F Schumann GbR und dem Büroservice Zorbau hat Von Roll auch Unternehmen, die ihren Sitz direkt in Zorbau haben, als seine Partner ausgewählt.
Planmäßig wird die Anlage im Juni in Betrieb gehen und im Herbst an den Betreiber die Sita Zorbau GmbH übergeben. Ca. 800-1000 Tonnen von verschiedenen Abfallverbänden im Südlichen Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die AVS Zorbau täglich verbrennen, das entspricht etwa 100 LKW. Die Unmengen an Dampf, die quasi als Abfallprodukt dieser Verbrennung entstehen, können dabei noch sinnvoll genutzt werden. Beispielsweise wird ein von einer Turbine angetriebener Generator Strom in das Netz der EnviaM einspeisen. Möglich wäre auch den Dampf für das bestehende Fernwärmenetz oder für das sich ebenfalls in Bau befindliche Wellpappewerk zu nutzen. Entsprechende Pläne dafür bestehen bereits. Die Reststoffe der Verbrennung können dann als Zusatzstoffe im Straßenbau oder zum Verfüllen alter Baugbaustollen genutzt werden. Somit wird der bisher auf Deponien gelagerte Müll zu großen Teilen wieder dem Energie und Rohstoffkreislauf zurück geführt. Da auch die Abgase der Anlage durch die aufwendige Aufbereitung nicht viel mehr als heiße Luft sind, kann man die Thermische Abfallentsorgungsanlage durchaus als ein Beispiel für Umweltfreundlichkeit bezeichnen.
Diese Aussicht auf das Gewerbegebiet genießt der
Führer des 70m hohen Baukranes
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