Die Wirtschaftskraft im Burgenlandkreis

Gewerbegebiet Zorbau - Zorbau

 

1. Zorbauer Wirtschaftsrunde

Die Teilnahme von 24 Firmen übertraf die Erwartungen an die 1. Zorbauer Wirtschaftsrunde. Zusammen mit Vertretern des Gemeinderates und natürlich den Mitgliedern des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr e.V. waren über 50 Personen anwesend und der Sitzungsraum im Gerätehaus der Feuerwehr damit brechend voll.
Eine große Überraschung war ein Scheck über 500 Euro den Herr Neumann der Krombacher Vertriebsgesellschaft mbH überreichte.


Herr Neumann, Vertriebsleiter der Krombacher Vertriebs-
gesellschaft mbH und Herr Neuhaus, Bürgermeister der
Gemeinde Zorbau

Hauptziel der Veranstaltung war die Präsentation der Sorgen und Nöte der Feuerwehr. Neben den finanziellen Engpässen, wurde gerade die Gewinnung von neuem Personal als großes Problem dargestellt. Besonders die Tatsache, dass ein Großteil der Feuerwehrleute außerhalb tätig sind und die Feuerwehr dadurch am Tage nur bedingt einsatzbereit ist. Ergebnis der Diskussion war, dass gute Feuerwehrarbeit und die Sicherstellung des Brandschutzes nur mit Unterstützung der Unternehmen zu gewährleisten ist. Als positive Beispiele sind dabei die Sita Abfallverwertungs GmbH und die Firma Jomo Citti zu nennen, die jeweils einen Feuerwehrmann beschäftigen.
Auch von Seiten der Unternehmen wurden einige Probleme angesprochen. Mit der Problematik, der widerrechtlich geparkten LKW besteht von Seiten der Gemeinde Handlungsbedarf.
Insgesamt wurde die 1. Zorbauer Wirtschaftsrunde von allen Beteiligten positiv bewertet. Erste Kontakte wurden geknüpft, die ersten Pläne für eine Zusammenarbeit wurden geschmiedet und man war sich einig auf die nächste Veranstaltung dieser Art nicht lange warten zu lassen.

 

 

Der Bau der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Zorbau läuft nach Plan

Wie auf den folgenden Fotos zu sehen ist, ist die Montage der Anlagen schon weit fortgeschritten, so dass die AVS Zorbau im Frühjahr des nächsten Jahres wie geplant in Betrieb gehen kann.

Nach wie vor ist der Bau der Abfallverwertungsanlage in Zorbau eine der größten Baustellen in der Umgebung. Bis zur Fertigstellung im Juni des nächsten Jahres werden ca. 110 Millionen Euro verbaut wurden sein. Wie der Bauleiter des Generalunternehmers Von Roll, Herr Lahmer, berichtete, sind permanent ca. 200 Arbeiter auf der Baustelle tätig, in Spitzenzeiten können es auch bis zu 250 sein. Dabei wurde viel Wert darauf gelegt soweit es möglich ist Firmen aus der Region zu beschäftigten. So wurden die Aufträge für die Bauarbeiten weitestgehend an die Naumburger Baugesellschaft und die Naumburger Bauunion vergeben und mit der R + F Schumann GbR und dem Büroservice Zorbau hat Von Roll auch Unternehmen, die ihren Sitz direkt in Zorbau haben, als seine Partner ausgewählt.


Aus den 60 m hohen Schornsteinen wird später
lediglich etwas Restfeuchtigkeit in Form von
Wasserdampf entweichen.


Der sogenannte Müllbunker ist ca. 40 m hoch, dabei
liegt die Bodenplatte ca. 10 m unter dem Erdboden.
Ein permanenter Unterdruck verhindert, dass Geruch
nach außen tritt.


Im Kesselhaus wird momentan das Herzstück der
Anlage installiert.


Ventilatoren kühlen den Kondensator, der dem Rest-
dampf die letzte Wärme entzieht.

Planmäßig wird die Anlage im Juni in Betrieb gehen und im Herbst an den Betreiber die Sita Zorbau GmbH übergeben. Ca. 800-1000 Tonnen von verschiedenen Abfallverbänden im Südlichen Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die AVS Zorbau täglich verbrennen, das entspricht etwa 100 LKW. Die Unmengen an Dampf, die quasi als Abfallprodukt dieser Verbrennung entstehen, können dabei noch sinnvoll genutzt werden. Beispielsweise wird ein von einer Turbine angetriebener Generator Strom in das Netz der EnviaM einspeisen. Möglich wäre auch den Dampf für das bestehende Fernwärmenetz oder für das sich ebenfalls in Bau befindliche Wellpappewerk zu nutzen. Entsprechende Pläne dafür bestehen bereits. Die Reststoffe der Verbrennung können dann als Zusatzstoffe im Straßenbau oder zum Verfüllen alter Baugbaustollen genutzt werden. Somit wird der bisher auf Deponien gelagerte Müll zu großen Teilen wieder dem Energie und Rohstoffkreislauf zurück geführt. Da auch die Abgase der Anlage durch die aufwendige Aufbereitung nicht viel mehr als heiße Luft sind, kann man die Thermische Abfallentsorgungsanlage durchaus als ein Beispiel für Umweltfreundlichkeit bezeichnen.


Diese Aussicht auf das Gewerbegebiet genießt der
Führer des 70m hohen Baukranes

 

Investor baut in Zorbau erstes Feinstwellpappewerk Europas

Die Schweizer ROBA Packaging AG plant eine Produktionsstätte für Feinstwellpappe inklusive Hochleistungsdruckerei.

Am Donnerstag den 26.08.2004 stellte der Investor sein ehrgeiziges Projekt in Weißenfels vor. Geplant ist eine zunächst 14.000 m² große Produktionsstätte für Verpackungsmaterial für die Lebensmittelindustrie die bereits im März nächsten Jahres in Betrieb gehen soll. Bis 2010 soll sich diese Fläche auf bis zu 30.000 m² erhöhen. Dann könnten bis zu 70 Arbeitsplätze geschaffen worden sein.

 

 

Informationen zur Müllverbrennungsanlage


Da verständlicher Weise großes Interesse an der momentan größten Baustelle des Landkreises Weißenfels besteht, wurden nun ein paar Informationen zur AVS-Zorbau zusammengetragen.

vorher
nachher
Wo heute noch riesige Baukräne in den Himmel ragen,
nimmt im Juni 2005 die AVS-Zorbau ihren Betrieb auf.
 

Informationen zur Müllverbrennungsanlage - Abfallwirtschaftliche Ausgangssituation

Mit Ablauf der Übergangsfristen der TA (Technische Anleitung)- Siedlungsabfall am 01.06.2005 sind Abfälle, die weder vermieden noch verwertet werden können, so vorzubehandeln, dass eine möglichst umweltneutrale Verwertung oder Beseitigung der Behandlungsreste möglich wird. Die Ablagerung von unvorbehandelten Restabfällen auf Deponien ist somit ab dem vorgenannten Zeitpunkt nicht mehr zulässig. Im Regierungsbezirk Halle sowie den angrenzenden Regionen existieren derzeit wie nahezu überall in den neuen Bundesländern keine Restabfallvorbehandlungsanlagen, sodass entsprechender Handlungsbedarf gegeben ist......

Um ihre zahlreichen kommunalen Auftraggeber im südlichen Sachsen-Anhalt, West-Sachsen und Ost-Thüringen bei der Umsetzung einer langfristig kostengünstigen und umweltverträglichen Restabfallentsorgung zu unterstützen, plante die SITA Ost GmbH & Co. KG die Errichtung einer thermischen Restabfallbehandlungsanlage nach neuestem Stand der Technik im Gewerbegebiet „Zentrum Zorbau“ der Gemeinde Zorbau......Das planungsrechtlich festgestellte Gewerbe- und Industriegebiet soll durch zusätzliche industrielle Ansiedlungen in Zukunft maßgeblich die Wirtschaftskraft der Region stärken und langfristig sichere Arbeitsplätze ermöglichen.

Quelle: SITA Ost GmbH und Co. KG: „AVS Zorbau – Projektinformationen“

 

Informationen zur Müllverbrennungsanlage - Standortbezogene Anforderungen

Abstandsregelung:
Der empfohlene Abstand für Anlagen der Nr. 8.1 der BlmSchV zur nächstgelegenen Wohnbebauung beträgt 700 m.

Wohnort Entfernung vom Standort der Anlagen
Zorbau ca. 800 m
Gerstewitz ca. 1,4 km
Granschütz ca. 2,1 km
Aupitz ca. 1,5 km
Zörbitz ca. 1,8 km
Borau ca. 2,1 km
Weißenfels (Stadtrand) ca. 2,3 km
Kindertagesstätte Zorbau ca. 1,2 km
Schule Granschütz ca. 2,3 km
Kindertagesstätte Granschütz ca. 2,3 km
Alten- und Pflegeheim Weißenfels ca. 2,8 km

 

Der geplante Standort erfüllt die Anforderungen zur Abstandsregelung in vollem Umfang. Insbesondere die Abstände zu Gebieten mit sensibler Nutzung sind Ausreichend und entsprechen der Empfehlungen.

Quelle: SITA Ost GmbH und Co. KG: „AVS Zorbau – Projektinformationen“

 

Informationen zur Müllverbrennungsanlage - Anlagentechnische Grundkonzeption

Zur thermischen Behandlung der Restabfälle wird eine bewährte Rostfeuerungstechnologie nach neuestem Stand der Technik eingesetzt. Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung bietet diese moderne Technologie maximale Entsorgungssicherheit bei weitgehender Energierückgewinnung auf hohem Umweltschutzniveau. Die Rostfeuerung hat sich nicht zuletzt aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit gegenüber Alternativverfahren eindeutig durchgesetzt. Neue bzw. weiterentwickelte Anlagekomponenten ermöglichen eine betriebssichere Anpassung an heutige und zukünftige Abfallqualitäten.

Basierend auf den regionalen abfallwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Sicherstellung einer kostengünstigen Beseitigung bzw. Verwertung der verschiedenen Abfallströme beträgt die Durchsatzleistung der Anlage unter Berücksichtigung der jeweiligen Heizwerte ca. 300.000 t/a

Die 2-linige Anlagenausführung mit einer Verfügbarkeit von 7.800 Stunden pro Jahr gewährleistet hierbei maximale Entsorgungssicherheit. ......

Die geplanten wesentlichen Auslegungsdaten der Anlage bei Nennlast sind nachfolgend zusammengefasst.

Anzahl der Linien 2
Durchsatzleistung 2 x 19,3 t/h
Auslegungsheizwert 10.000 kJ/kg
Feuerungsleistung (brutto), gesamt 107,2 MW
Abgastemperatur Nachbrennkammer >850 Grad Celsius
Abgastemperatur Austritt Kessel ca. 185 Grad Celsius
Dampfleistung Kessel 2 x 61 t/h
Abgasvolumenstrom (i.N.f.) nach Abgasbehandlung ca. 116.500 Nm^3/h (je Linie)
Verfügbarkeit 7800 h/a

Quelle: SITA Ost GmbH und Co. KG: „AVS Zorbau – Projektinformationen“

 
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