Baubeginn der 100 Millionen-Investition der SITA zur thermischen Abfallbehandlung im Landkreis Weißenfels – Umweltverträgliches Verwertungskonzept bietet ab 2005 Entsorgungssicherheit im Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen – Bauminister Daehre und Landrat Erben beim Festakt dabei.
Zorbau, 09. April 2003 – Mit einem Festakt erfolgte heute der Baubeginn der thermischen Abfallverwertungsanlage AVS Zorbau im Landkreis Weißenfels. Dr. Karl-Heinz Daehre, Minister für Bau, Verkehr und Raumordnung des Landes Sachsen-Anhalt und Rüdiger Erben, Landrat des Landkreises Weißenfels, nahmen gemeinsam mit der Geschäftsführung der SITA Deutschland sowie der SITA Ost und geladenen Gästen an der Feierstunde teil. Insgesamt rund 100 Millionen Euro investiert SITA in die hochmoderne und umweltverträgliche Anlage, in der ab Mitte 2005 kommunale Abfälle verbrannt werden sollen. Die AVS Zorbau wird damit zu einem wichtigen Partner der Kommunen für eine sichere und kostengünstige Entsorgung in der Region im Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
Ab Mitte 2005 dürfen Abfälle nicht mehr unvorbehandelt auf Deponien abgelagert werden. Der Gesetzgeber schreibt in der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) deshalb geeignete Behandlungsverfahren vor. Auf dieser Grundlage entstand das Konzept der AVS Zorbau, das einerseits Kriterien für den umweltverträglichen wie nachhaltigen Anlagenbetrieb enthält und andererseits den entsorgungspflichtigen Körper-
schaften kostengünstige Preise zur Entsorgung ihrer Abfälle bietet. Wesentliche Grundlage dafür sind auch die hervorragenden Standortbedingungen der AVS Zorbau unmittelbar an der Autobahn A9. Abfahrt Weißenfels.
Die Bedeutung der Investition für die regionale Wirtschaft zeigt sich daran, dass durch den Betrieb der AVS Zorbau etwa 50 Arbeitsplätze direkt geschaffen werden. Beim Bau der Anlage und bei der Instandhaltung werden darüber hinaus zusätzliche indirekte Beschäftigungs- und Investitionseffekte durch bevorzugte Vergabe an Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen in der Region erreicht.
Das technische Konzept der Anlage basiert auf einer bewährten Rostfeuerung nach dem neuesten Stand der Technik. In zwei Linien können jährlich bis zu 300.000 t Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, sperrige Abfälle und Sortierreste thermisch behandelt werden. Die besondere energetische Effizienz der Anlagentechnik zeigt sich im Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung. Strom, Heizdampf und Prozessdampf können dadurch kostengünstig bereitgestellt werden. Anfang Februar erhielt SITA den immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsbescheid (Erteilung der Zulassung des vorzeitigen Beginns gemäß § 8a BImSchG) durch das Regierungspräsidium Halle. Die SITA Deutschland GmbH ist eines der führenden privaten Entsorgungsunternehmen in Deutschland. SITA Deutschland gehört zur französischen SITA S.A., einem Tochterunternehmen des Dienstleistungskonzerns SUEZ und Europas leistungsstärkstem Umweltdienstleister. Als Komplettdienstleister für Kommunen, Industrie, Handel und Gewerbe sowie für das Duale System Deutschland (DSD) erbringt SITA Deutschland mit rund 5.500 Mitarbeitern an 127 Standorten umfassen-
de Dienstleistungen für rund acht Millionen Einwohner in 1.000 Städten und Gemeinden sowie für mehr als 68.000 Einzelkunden aus Industrie, Handel und Gewerbe. Die Unternehmensgruppe betreibt eine Vielzahl an Sortier-, Aufbereitungs- und Kompostieranlagen sowie Deponien und Sonderabfallbehandlungsanlagen. In den neuen Bundesländern ist die SITA Ost GmbH & Co. KG Entsorgungspartner vieler Kommunen und gemeinsam mit kommunalen Partnern seit langem in verschiedenen gemischt-wirtschaftlichen Beteiligungsgesellschaften engagiert.
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