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Mittwoch, 19. Mai 2010 um 08:19 Uhr |
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Nach wie vor bleibt die Landesregierung den Nachweis der Vorteile der Gemeindegebietsreform schuldig und nach wie vor vertritt die Gemeinde Zorbau den Standpunkt, dass die Eigenständigkeit der einzige Weg ist, die Erfolgsgeschichte der Gemeinde fort zu schreiben. Immerhin konnten in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch die Bevölkerungsentwicklung ist entgegen des Landesweiten Trend positiv.
Als Kompromis in dieser Gemeindegebietsreform galt immer die Verbandsgemeinde. Hier sind die Gemeinden weiterhin selbstständig, lediglich einige Aufgaben wie Feuerwehr, Schulen etc. werden an die Verbandsgemeinde übertragen. Bisher blieb dieser Weg aber der Gemeinde Zorbau verschlossen. Zum einen war die Gemeinde Zorbau ein Kanditat für die Eingemeindung in die Stadt Weißenfels, zum anderen sollten aber die Veraltungsgemeinschaften 1:1 in eine neue Form überführt werden - hier zeigte sich die Stadt Lützen von anfang an nicht diskussionsbereit und beharrte auf einer Einheitsgemeinde.
Die Tatsache, dass das Land Sachsen-Anhalt vielerorts von den eigenen Leitlinien abgewichen ist und viele Ausnahmen zu gelassen hat, lässt die an Zorbau grenzenden, noch freien Gemeinden einen neuen Vorstoß wagen.
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 18.5.2010 den Beschluss der Bildung der Verbandsgemeinde Saaletal gefasst. In einer Verbandsgemeinde sind die Mitgliedsgemeinden selbstständig, geben aber einige ihrer Aufgaben ab. Für diese Art des Zusammenschlusses hatte man in der Verwaltungsgemeinschaft Lützen-Wiesengrund keine Partner gefunden. In den Gesprächen mit Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Saaletal, sowie Leißling und Prittitz konnte jetzt eine mögliche Lösung für den Erhalt der Selbstständigkeit gefunden werden. |