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Die letzte Wahlperiode des Landtags endete in der vorläufigen Zerschlagung der Gemeinde Zorbau. Vor uns stehen jahrelange Prozesse um die Gemeinde wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.
Die nächste Wahl kann für die Zukunft Zorbaus entscheidend werden. Wird weiter über den Willen und die Bedürfnisse der Menschen hinweg entschieden oder finden wir im nächsten Landtag Politiker die wieder mit Vernunft das Land regieren? Im Wahlkreis 45 (Hohenmölsen, Lützen, Weißenfels) stehen folgende Direktkandidaten zur Wahl:
Clemens Wanzke (Freie Wähler)
Clemens Wanzke führt die Fraktion "Bürger für Weißenfels" im Stadtrat. In Zorbau ist er weniger bekannt. Allerdings haben sich die Freien Wähler eine Korrektur der Gemeindegebietsreform auf die Fahnen geschrieben, was ihm sicherlich die eine oder andere Stimme einbringen könnte.
Dorothee Berthold (Grüne)
Dorothee Berthold war stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Röcken. Der drohende Tagebau in Lützen werden ihr mit Sicherheit viele Stimmen bringen. In Zorbau wird der Tagebau in der Entscheidung eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Harry Lienau (CDU)
Harry Lienau sitzt schon zwei Perioden im Landtag von Sachsen-Anhalt. In Zorbau hat er immer einen guten Ruf genossen, was ihm bei den vergangenen Wahlen gute Ergebnisse eingebracht hatte. Allerdings hat auch er für die Gebietsreform und für die Auflösung der Gemeinde Zorbau gestimmt, was ihm voraussichtlich einen großen Teil seiner stimmen kosten dürfte.
Hans Püchel (NPD)
Mit seiner Aussage ein NPD-Parteitag unterscheide sich nicht von einem Parteitag der SPD sorgte der ehemalige SPD Bürgermeister deutschlandweit für Schlagzeilen. Offen ist jedoch ob das für die NPD oder gegen die SPD spricht.
Heidelinde Penndorf (Die Linke)
Heidelinde Penndorf machte sich mit der Unterstützung von Hartz IV Empfängern einen Namen und sitzt seit 2006 im Landtag. Von sich reden machte sie aber in der letzten Zeit lediglich mit einer E-Mail-Affäre. Angeblich schrieb sie einer Angestellten sinngemäß: wenn sie wieder gewählt wird dann "kann uns Hartz IV mal".
Zur Haltung der LINKEN ließ uns Hans Klitzschmüller folgende Informationen zukommen. Wir freuen uns immer über konstruktive Beiträge und den Einsatz für die Gemeinden und hoffen, dass diese Versprechen auch in Zukunft noch zählen:
"Auf der 78. Sitzung des Landtages von Sachsen-Anhalt am Freitag, dem 18. Juni 2010, in Magdeburg, Landtagsgebäude (41. Sitzungsperiode) stimmen alle Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE gegen den Gesetzentwurf von CDU und SPD. Sie erwähnen lediglich die zwei Gegenstimmen aus dem Lager der FDP.
Nachzulesen unter: http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/index.php?id=190
Wenn man also eine Alternative zu CDU/SPD im Landtag sucht, die auch noch konstruktiv und programmatisch im Landesparlament arbeitet, die durch ihre Akzeptanz in der Bevölkerung auch mehrheitsfähig ist, wenn man also wirkliche Veränderung will, wählt man Die LINKE und Heidelinde Penndorf.
Wenn man sich allerdings durch die Kampagne gegen Heidelinde Penndorf den gebetsmühlenartig wiederholte Vorwürfe nichtigen Inhalts, wie übrigens andere Medien die nicht gerade als objektiv gelten, anschließt und nicht begreift, dass es hierbei um eine rein persönliche Auseinandersetzung gekränkter Eitelkeiten geht, vergibt die Chance zu Veränderungen in unserm Land. Schade.
Die Meinung der Linken und auch von Heidelinde Penndorf vertritt Gerald Grünert, kommunalpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag mit den Worten:
.....Für DIE LINKE bleiben bürgernahe, leistungsfähige und zukunftsgerechte Gemeindestrukturen eine wichtige und zentrale Aufgabe in Sachsen-Anhalt. Da dies in der abschließenden Behandlung des Innenausschusses nicht sichergestellt werden konnte, lehnten die Vertreter der LINKEN das Gesamtpaket - bestehend aus dem zweiten Begleitgesetz und den Zuordnungsgesetzen - ab.“
Norbert Volk (FDP)
Die FDP war im Kampf gegen die Gemeindegebietsreform ein sehr loyaler Partner. Als einzige Partei im Landtag wehrte sie sich von anfang an gegen dieses unsinnige Vorhaben. Gegen den bundesweiten Trend könnte das Herrn Volk in Zorbau einige Stimmen mehr bringen.
Rüdiger Erben (SPD)
Rüdiger Erben gewann 2006 das Direktmandat im Wahlkreis, um es umgehend wieder abzugeben und gegen den besser bezahlten Posten des Staatssekretärs einzutauschen. Allein das sollte Grund genug sein, ihn nicht zu wählen. Sein Einsatz für die Auflösung der Gemeinde Zorbau wird ihm weitere Stimmen kosten. |